Ebay-Kleinanzeigen führt neue Funktion zum Kaufen ein

t-online | 20.09.2022

Nutzer von eBay Kleinanzeigen profitieren ab sofort von einer neuen Funktion beim Kauf von Artikeln. Diese macht sogar eine Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer überflüssig.

Auf eBay Kleinanzeigen können Käufer nun auch einen Artikel erwerben, ohne dafür – wie bisher nötig – zuerst über die Webseite Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen zu müssen. Das wird durch die neue „Direkt kaufen“-Funktion ermöglicht, die ab sofort auf der Plattform neben der üblichen Kauffunktion angeboten wird.

„Mit ,Direkt kaufen’ verschlanken wir den Kaufprozess und verbessern damit die Nutzungserfahrung für Käufer und Verkäufer”, sagt Paul Heimann, CEO von eBay Kleinanzeigen. „Auf dem Weg, den Gebrauchtkauf als attraktive Alternative zum E-Commerce zu etablieren, haben wir damit einen weiteren wichtigen Schritt geschafft.”

Durch die neue Kaufoption will Kleinanzeigen den Weg vom Kauf bis zum Erhalt der Ware verkürzen. Gleichzeitig müssen Kaufinteressenten nicht mehr befürchten, dass andere Käufer schneller sind und ihnen durch eine mitunter langwierige Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer ein vermeintliches Schnäppchen entgeht.

Verkäufer muss „Direkt kaufen“ von sich aus anbieten

Damit Käufer die neue Funktion nutzen können, müssen Verkäufer diese bei ihren Angeboten jedoch aktiviert haben. Ist dies der Fall, erscheint neben dem Button zur Kontaktaufnahme ein weiterer Knopf, über den sich der gewünschte Gegenstand „Direkt kaufen“ lässt.

Wählt man diese Option, wird man direkt zur Auswahl der Versandart weitergeleitet und kann dann eine Zahlung per Sofortüberweisung oder Kreditkarte veranlassen. Rechnungskauf, der auf der Kleinanzeigenplattform ebenfalls angeboten wird, soll ebenfalls bald bei „Direkt kaufen“ verfügbar sein.

Natürlich können Käufer auch weiterhin Kontakt zum Verkäufer aufnehmen, um offene Fragen zu klären oder über den Verkaufspreis zu verhandeln.

Kleine Onlinehändler geraten in den Abwärtssog der Krise

Der E-Commerce-Boom ist vorbei, die Verbraucher halten sich mit Einkäufen zurück. Onlinehändler sorgen sich um ihre Zukunft und beklagen fehlende Unterstützung der Politik.

handelsblatt | 16.09.2022  | Florian Kolf

Düsseldorf Zwei Jahre lang wuchs der Onlinehandel in Deutschland wie nie zuvor. Doch damit ist es jetzt vorbei, warnt Ebay-Deutschlandchef Oliver Klinck im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Der Coronaboom ist vorüber, und umso deutlicher ist das Erwachen für viele Onlinehändler.“ Viele Händler erlebten gerade eine schwierige Zeit.

Doch es trifft nicht alle in gleichem Maße. „Besonders die kleinen Händler leiden“, beobachtet Klinck. Das dürfte auch Auswirkungen für Ebay haben, lebt die Plattform doch hauptsächlich davon, dass kleine Händler über sie gute Umsätze machen.

Doch das wird immer schwieriger. In einer Umfrage von Statista im Auftrag von Ebay unter knapp 800 kleinen und mittelgroßen Onlinehändlern geben 53 Prozent der Befragten an, stark oder sehr stark von den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen betroffen zu sein. Dabei stehen ihnen die eigentlichen Herausforderungen noch bevor.

Denn die Kosten der Onlinehändler steigen massiv. Fast jeder Dritte der Befragten setzt bereits seine Rücklagen ein, um die steigenden Strompreise zu bezahlen. 56 Prozent der befragten Onlinehändler wollen deshalb ihre Preise erhöhen. Das dürfte die Nachfrage weiter einbrechen lassen.
Schon jetzt gehen die Umsätze im E-Commerce deutlich zurück. So sanken sie nach Zahlen des Onlinehandelsverbands BEVH im zweiten Quartal im Schnitt um 9,6 Prozent. Bei Bekleidung betrug der Rückgang 11,7 Prozent, bei Elektronikartikeln sogar 19 Prozent.

E-Commerce: 77 Prozent der Deutschen wollen an Online-Einkäufen sparen

Und die Lage wird sich eher noch eintrüben. Nach einer Konsumentenumfrage des Finanzdienstleisters Mollie planen 77 Prozent der Deutschen, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten an ihren Online-Einkäufen zu sparen.

Das spürt auch der Händler Kay Andrä, der mit seinem Chemnitzer Unternehmen Solekitchen hochwertige Turnschuhe verkauft. „Den Sommer haben die Kunden noch für Ausgaben genutzt, aber jetzt spüren wir eine deutliche Kundenzurückhaltung“, berichtet er. „Gerade bei hochpreisigen Schuhen überlegen die Kunden zweimal.“

Das macht für ihn die Planung schwierig. „So unsicher wie beim Einkauf für die kommende Saison war ich schon lange nicht mehr“, sagt er. „Das Risiko ist hoch, wir wissen ja gar nicht, welche Kosten noch auf uns zukommen.“

Zugleich haben sich die Einkaufspreise stark erhöht. „Bei der nächsten Lieferung, die im Dezember kommt, sind teilweise die identischen Produkte bis zu 20 Prozent teurer“, sagt Andrä. Da müsse man sich sehr genau überlegen, welches Produkt sich zu diesen Preisen noch verkaufen lässt. Am Ende habe er deshalb auch Artikel aus dem Sortiment genommen.

So umsichtig sind lange nicht alle Händler, sagt der E-Commerce-Experte Christian Salza: „Bei vielen kleinen Händlern fehlt die Sensibilität, zu erkennen, wie ernst die Situation ist.“ Salza war Vorstand der Onlinehändler Home24 und Urbanara und ist heute bei der Berlin Brands Group mitverantwortlich für die Übernahme von kleineren Markenhändlern. Er beobachtet diesen Markt daher ganz genau.

Dabei trifft die kleinen Händler nach seiner Einschätzung ein ganzes Bündel an Belastungen: Preiserhöhungen der Hersteller, steigende Logistikkosten und der ungünstige Dollar-Kurs. Zugleich hätten viele trotz des absehbaren Nachfragerückgangs hohe Mengen bestellt. Nun sind die Lager voll, die neu eintreffende Ware kann nicht eingelagert werden und verursacht hohe Containerstandgebühren in den Häfen.

Das sei eine gefährliche Mischung: „Die kleinen Händler sind häufig Einzelunternehmer, die kämpfen bis zum Letzten um ihre Unternehmen“, so Salza. Aber viele gerade der jüngeren Händler hätten noch keine echte Erfahrung mit Krisen: „Es gibt da häufig keine Notfallpläne.“ Das dürfte auch zu einer steigenden Zahl an Insolvenzen führen.

Das möchte Ebay möglichst verhindern. Deutschlandchef Klinck sagt: „Es ist für uns ganz wichtig, die kleinen Händler zu unterstützen und zu fördern, weil wir dadurch das breite und tiefe Angebot bekommen, das uns von anderen Marktplätzen unterscheidet.“

Amazon und Ebay starten Hilfsprogramme für kleine Onlinehändler

Ebay habe deshalb Programme, „mit denen wir die Händler in dieser schwierigen Zeit unterstützen können“, so Klinck. So gibt es das bereits zur Coronazeit eingerichtete Programm „Durchstarter“, bei dem neue Händler in den ersten Monaten keine Provision zahlen müssen und kostenlose Beratung für den Verkauf bekommen. „Händler, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, entwickeln sich deutlich besser als andere“, sagt Klinck.

Ebay hat mit dem Partner Iwoca auch eine neue Finanzierungslösung für kleine Händler entwickelt, die darüber kurzfristig Betriebsmittelkredite von bis zu einer Million Euro zur Zwischenfinanzierung bekommen können. Den Händlern fehle angesichts der gestiegenen Kosten häufig das Kapital, um neue Ware einzukaufen, erklärt der Ebay-Manager. „Und genau diese Lücke wollen wir damit schließen.“

Ähnliche Programme bietet auch Konkurrent Amazon an. Das Programm Quickstart Online, entwickelt mit dem Handelsverband Deutschland, richtet sich ebenfalls an kleinere Händler, die noch neu im E-Commerce sind. Außerdem bietet Amazon seit dem Frühsommer zusammen mit der ING Deutschland eine neue flexible Kreditlinie für Verkaufspartner an.

Wenig unterstützt fühlen sich die kleinen Onlinehändler in ihrer schwierigen Situation von der Bundesregierung. In der Statista-Umfrage bewerten 62 Prozent der befragten Händler die Arbeit der Bundesregierung in Bezug auf den Onlinehandel als schlecht oder sogar sehr schlecht.

Regulierungsflut belastet die kleinen Händler

Kay Andrä von der Berlin Brands Group schließt sich der Kritik an: „Es wäre schön, wenn es nicht nur im privaten Bereich Entlastungspakete der Regierung gäbe, sondern die Politik auch mal mehr an die Geschäftsleute denken würde.“ Dass die Hilfen mit dem Gießkannenprinzip vergeben würden, finde er sehr problematisch. „Eine Deckelung beispielsweise der Strompreise für Händler wäre eine große Hilfe“, so Andrä.

Am meisten aber ärgere die Onlinehändler, dass sie mit immer neuen Regularien konfrontiert würden, die für sie nur sehr schwierig umzusetzen seien. So steht das neue Elektrogesetz an, mit dem die Händler erweiterte Rücknahmepflichten erwarten, das Verpackungsgesetz bringt zudem eine Verpackungs-Kontrollpflicht.

Ebay-Deutschlandchef Klinck sagt: „Die Flut der Regulierung ist mittlerweile so hoch, dass es für kleinere Händler oder Neulinge im Onlinehandel kaum mehr möglich ist, zu verstehen, wie man sich gesetzeskonform verhalten kann.“ Die meisten Regulierungen seien gut gemeint, aber die Umsetzung sei so kompliziert, dass sie für kleine Händler kaum zu leisten sei.

„Viele sollen Chancengleichheit zwischen kleinen Händlern und großen Plattformen schaffen“, so Klinck. „Sie bewirken aber genau das Gegenteil.“

Deutschland gehen die Kartons aus

welt.de| 11.09.2022 | Carten Dierig

Die galoppierenden Energiepreise lassen den Bestand an Verpackungsmaterial schrumpfen. Händler experimentieren daher nun mit neuen Materialien. Denn die bisherige Strategie könnte schon bald nicht mehr reichen.

Den Onlinehändlern in Deutschland fehlen Kartons. Drei von vier Versendern hätten einer Umfrage zufolge nicht mehr genug Verpackungsmaterial für die kommenden Monate, meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH).

Grund sind die stark gestiegenen Energiepreise, die zu Produktions- und Liefereinschränkungen bei Papier und Pappe führen. „Aus Gesprächen mit den Händlern wissen wir, dass sich die Mehrheit zwar rechtzeitig bevorratet hat – die Rede ist teils von einer Vervierfachung der Lagerbestände“, sagt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH. „Steigen die Preise aber weiter, wird auch das nicht mehr reichen.“

Fast ein Viertel der zwischen Ende Juni und Ende August befragten Unternehmen habe zudem nicht die finanziellen Mittel, um die deutlich gestiegenen Kartonage-Preise zu stemmen, und arbeite daher an alternativen Verpackungen.

„Einige versuchen, Kartons wiederzuverwenden oder weichen auf B-Ware aus, andere sehen sich nach alternativen Verpackungsmaterialien um wie zum Beispiel Kraftpapier statt Faltkartons“, berichtet Groß-Albenhausen.

Mildernd auf den Mangel wirkt sich derzeit allerdings aus, dass die Zahl der Bestellungen bei den Onlinehändlern deutlich zurückgegangen ist.

Der Boom der Corona-Jahre 2020 und 2021 scheint zumindest vorerst vorbei. So lagen die Umsätze im ersten Halbjahr 2022 laut Statistischem Bundesamt rund 1,3 Prozent unter dem Vorjahr.

Schwach fiel vor allem das zweite Quartal mit einem Minus von fast zehn Prozent aus. Allein im Juni schlug ein Einbruch von fast 15 Prozent und damit der größte Monatsverlust seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 zu Buche.

„Der Konsumschock erfasst auch den E-Commerce“, so der BEVH. „Die Deutschen schränken sich angesichts steigender Lebenshaltungs- und Energiekosten bei nicht benötigten Waren oder Dienstleistungen deutlich ein.“

Der Online-Einkauf sei zwar normal für die Menschen geworden, aber dem allgemeinen Konsumklima und der Gesamtwirtschaft entziehen könne er sich nicht. Umsatzrückgänge gebe es vor allem in Kategorien, die auch im stationären Handel unter Druck stehen wie Mode und Schuhe oder Möbel und Elektronikartikel.

„Bei nicht aufschiebbaren Käufen ist die Entwicklung dagegen weiterhin normal“, sagt Groß-Albenhausen. Gefragt sind hier zum Beispiel Haushaltsgeräte, Medikamente oder Tierbedarf.

Seine Jahresprognose in Höhe von 111 Milliarden Euro hat der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel einkassiert. Und eine neue Einschätzung abzugeben, wagt er derzeit nicht. Denn der Effekt der Inflation auf das Kaufverhalten sei auch psychologisch getrieben – und dies lasse sich nur schwer vorhersagen.

Im Juli gingen die Umsätze dem Statistischen Bundesamt zufolge immerhin wieder etwas nach oben, konkret um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Experten des Marktforschungsinstituts GfK bleiben für den weiteren Jahresverlauf jedoch skeptisch und verweisen auf eine sprunghaft steigende Sparneigung, die mittlerweile so hoch ist wie seit elf Jahren nicht mehr.
Und die Situation dürfte sich in den kommenden Monaten wohl weiter verschärfen, wenn die Verbraucher Geld für teils drastisch höhere Energierechnungen zur Seite legen müssen.

SPI API ersetzt MWS

Amazon Verkäufer benutzen selbst, oder fremdentwickelte Softwarelösungen wie z.B. starsellersworld.com, um die Steuerung von Verkaufsprozessen zu automatisieren, das Marktumfeld zu analysieren und durch Dynamisierung der Preispolitik die Wirtschaftlichkeit ihrer Handelstätigkeit zu optimieren.

Damit die unterschiedlichen Programme mit Amazon kommunizieren können, stellt Amazon entsprechende Schnittstellen, auf Englisch Application Programming Interface (API), bereit.

Amaon ersetzt MWS durch SP API
Amaon ersetzt MWS durch SP API

Amazon Marketplace Web Service (MWS API)

Die herkömmliche SOAP API wurde im Jahre 2012 durch Amazon MWS XML Schnittstelle ersetzt. MWS steht für “Amazon Marketplace Web Service” und hinter diesem Akronym verbirgt sich eine der ersten Schnittstellen, die Amazon entwickelt hat. Wie der Name schon sagt, steht die Schnittstelle den Teilnehmern des Amazon Marketplace, den Sellern, zur Verfügung. Reine Vendoren können / konnten diese Schnittstelle nicht nutzen.

Grundsätzlich können Sie mit der MWS Schnittstelle nahezu alles machen, was auch Seller Central Ihnen ermöglicht.

Um die Schnittstelle zu benutzen, mussten Sie in Seller Central zuerst einen sog. Authentication Token generieren und diesen Token in der jeweiligen Anwendung hinterlegen. Dieses Token stellt sozusagen das Kennwort für die jeweilige Anwendung dar, die dann mit Hilfe dieses Tokens auf die MWS Schnittstelle im Namen des Sellers zugreifen kann.

Den Token erhalten Sie, wenn Sie einen Entwickler autorisieren.

Zum 31.07.2022 wurde MWS für Integratoren, public, abgekündigt und durch ’selling partner‘ API, SP API, ersetzt.
Public bedeutet in diesem Fall, dass Integratoren stellvertretend für Handeltreibende mit Amazon Daten austauschen.

Setzen Merchants die XML Calls an Amazon durch Nutzung der MWS Schnittstelle selbst ab und betreiben zu diesem Zweck einen eigenen, sogenannten Developer Account, im Amazon Kontext ‚private‘, kann die MWS Schnittstelle noch bis einschließlich 2023 uneingeschränkt verwendet werden.

Amazon Selling Partner API (SP-API)

Die Amazon Selling Partner API (kurz: SP-API oder im deutschen “Verkaufspartner API”) ist eine Weiterentwicklung der MWS API. Es handelt sich um eine moderne REST Schnittstelle, mit der Verkaufspartner bei Amazon programmgesteuert auf Ihre Daten zu Angeboten, Bestellungen, Zahlungen, Berichten und mehr zugreifen können. Amazon spricht bewusst von “Verkaufspartnern” und meint hiermit nicht nur Seller, sondern auch erstmals die Vendoren.

Die SP-API erlaubt es, für bestimmte Anwendungen eigene Automatisierungen zu entwickeln, z.B.:

Sie lesen stündlich alle Bestelldaten aus und leiten Bestellungen zu bestimmten Produkten automatisch per E-Mail an Ihren Lieferanten weiter
Sie lesen Finanztransaktionen aus und erstellen auf diese Weise automatisch Rechnungen für Ihre Kunden, die Sie ihnen per E-Mail zusenden
Sie aktualisieren Ihre Preise aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation
Die SP-API umfasst alle Funktionen, die zuvor bei Amazon MWS verfügbar waren. Zusätzlich zu den ehemaligen Funktionen gibt es neue Verkaufspartner-APIs und es wurden erstmals APIs für Amazon Vendoren bereitgestellt. Alles erfolgt über dieselbe API-Steuerungsebene und die gleichen Autorisierungsmechanismen.

Eine weitere Veränderung zur MWS-API besteht darin, wie Sie eine App bzw. einen Entwickler authorisieren. Während Sie bei der MWS-API einen Token bei Amazon freischalten mussten, erfolgt die Authorisierung nun über die jeweilige App. Um Ihr Seller Konto mit der Amazon SP API zu verbinden, müssen Sie innerhalb der Anwendung einen Zugriff einrichten. In der Anwenderoberfläche von starsellersworld.com, können Benutzer SP API selbst autorisiern.

starsellersworld.com autorize SP API
Amazon MWSVerkaufspartner-API
FeedsFeeds-API
FinanzenFinanz-API
Sendungen an AmazonAPI für den Versandeingang
Lagerbestand in LogistikzentrenAPI für Lagerbestand mit Versand durch Amazon
Sendungen an KäuferAPI für ausgehende Sendungen
Versand durch HändlerVersand durch Händler-API
BestellungenBestellungs-API
Produkte – ProduktgebührenProduktgebühren-API
Produkte – ProduktangebotserstellungKatalogartikel-API
Produkte – ProduktpreisePreisgestaltungs-API
EmpfehlungenVeraltete Funktionen der Verkaufspartner-API
BerichteBerichte-API
VerkäuferVerkäufer-API
BenachrichtigungenBenachrichtigungs-API

Amazon Vendor API

Mit der Einführung der neuen Selling Partner Schnittstelle wurden erstmals Schnittstellen für Vendoren bereitgestellt.

Übersicht über verfügbare Vendor Schnittstellen:

NameFunktion
Vendor orders (Bestellungen)Zugriff auf Daten von Lieferantenbestellungen
Vendor shipment (Versand)Zugriff auf Versanddaten
Vendor invoices (Rechnungen)Zugriff auf Zahlungsdaten von Lieferanten

Ausblick

Mithilfe der Verkaufspartner-API können Verkaufspartner bei Amazon programmgesteuert auf Daten zu Bestellungen, Zahlungen, Berichten, etc. zugreifen. Es werden nun API Calls von MWS API auf SP API sukzessive übertragen und implementiert.

Mit der Integration einer Schnittstelle verringern Sie standardisierte Tätigkeiten mit hohem manuellen Aufwand. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern vermeiden auch Fehler. Mit dem neuen Entgeltmodell von starsellerworld,com haben auch kleinere Händler die Möglichkeit, die Cloud Dienste für die Automation einzusetzen und gesund zu wachsen durch Nutzung des Systems. Der Vorteil besteht in Einsparungen von Kosten durch Automation, Vermeidung von Fehlern und Optimierung der Qualität. Die wirtschaftlichen Kennzahlen, KPI, verbessern sich und die Investition wird abgesichert, weil Seiteneffekte durch Stornos, Rückerstattungen, negative Bewertungen durch künstliche Intelligenz vermieden werden,, bevor diese überhaupt enstehen.

Haben Sie Fragen, welche Bedarfe Ihres Anforderungsprofil Sie mit SPI API für Amazon Marketplace oder Vendor Central, das Gleiche hinsichtlich der sell feed API, denn auch bei eBay und kaufland sind neue Schnittstellen im Einsatz, kontaktieren Sie unsere Spezialisten und vereinbaren Sie einen Termin für eine Bedarfsermittlung.

Amazon dominiert den deutschen E-Commerce

INTERNET WORLD Ingrid Lommer

Rund 56 Prozent von jedem Euro Umsatz im gesamten deutschen E-Commerce wurden im Jahr 2021 über Amazon Marketplace oder Amazon Vendor erwirtschaftet. Dabei steigt der Anteil Amazons am Gesamt-Online-Umsatz von 46 Prozent im Jahr 2015 auf 56 Prozent im Jahr 2021. 

Der Löwenanteil entfällt dabei auf das Marketplace-Modell. Dessen Umsatzanteil ist von 50 Prozent im Jahr 2015 schrittweise auf 56 Prozent im Jahr 2021 angestiegen.

Pandemie-bedingt wuchs der weltweite Umsatz von Amazon 2020 und 2021 steil an. Schaut man auf die Umsätze der letzten zehn Jahre, erzielte Amazon ein durchschnittliches jährliches Wachstum von satten 28 Prozent. 

Dabei verliert das klassische Handelsgeschäft zunehmend an Bedeutung: Nur etwa 7 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2021 entfiel beispielsweise auf die Plattform Amazon.de. 2010 waren es noch etwas mehr als 15 Prozent gewesen. 

Zwei Drittel seines Gesamtumsatzes erzielt Amazon in den USA. Zweitwichtigster Ländermarkt – allerdings mit deutlichem Abstand – ist Deutschland.

Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes von Amazon stammt aus den Online-Shops; Seller-Services spülen 22 Prozent des Umsatzes in die Kassen. AWS liegt mit einem Umsatzanteil von 13 Prozent auf Rang 3 der wichtigsten Geschäftszweige nach Umsatz.

Der Prime Day war bis 2020 ein erfolgreicher Umsatztreiber für Amazon: 2020 wurden schätzungsweise 9,1 Milliarden US-Dollar an den Schnäppchen-Tagen umgesetzt.

2021 brachte der Prime Day Amazon „nur“ einen weltweiten Gesamtumsatz von 9,46 Milliarden US-Dollar ein, was im Verhältnis zum Wachstum der Vorjahre schon fast einer Stagnation entspricht.

2022 wird der Prime Day am 12. und 13. Juli stattfinden; aktuell sieht es nicht so aus, als würde der diesjährige Schnäppchentag einen neuen Umsatz-Rekord bescheren.

Mehr als 19 Prozent der Amazon-Kunden sind 20 bis 29 Jahre alt; im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sind Amazon-Kunden damit überdurchschnittlich jung. Der größte Anteil der Amazon-Kunden findet sich in der Kategorie der 30- bis 39-Jährigen.

Je älter die Verbraucher, desto weniger bestellen sie dagegen über Amazon. Die größte Kundengruppe von Amazon besteht aus Verbrauchern unter 50 Jahren.

Die Angaben basieren auf den Aussagen der befragten deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren; Amazon-Kunden sind Personen, die in den 12 Monaten vor der Befragung bei Amazon bestellt haben.

Der Großteil der Amazon-Kunden (42 Prozent) bestellt einmal oder mehrmals pro Woche. 12 Prozent bestellen einmal oder mehrmals täglich, wohingegen nur 10 Prozent der Befragten gar keine Bestellungen über Amazon tätigen.

Es wurden 1000 Personen im Alter ab 18 Jahren befragt.

Der Preis für die auf Amazon angebotenen Produkte ist der Hauptgrund, weshalb Menschen auf Amazon einkaufen. Darauf folgen die Vorteile, die man als Prime Kunde erhält, zu denen auch der kostenlose Premiumversand gehört. Bei der Lieferung stellen die Preise und die Schnelligkeit weitere Gründe für den Einkauf auf Amazon dar. Die einfache Bedienung der Website und übersichtliche Navigation ist der fünft-häufigste Grund, der für die Bestellung auf Amazon genannt wurde.

Google will in den Online-Handel einsteigen

DER TAGESSPIEGEL Corinna Visser

Der Internetkonzern plant den Einstieg in den Online-Handel. Damit würde er den bisher unangefochtenen Marktführer Amazon angreifen. Das wird selbst für den Internetgiganten Google eine harte Nuss.

Berlin – Google startet einen neuen Angriff auf Amazon. Diesmal fordert der Suchmaschinenkonzern den weltgrößten Internethändler in seinem Kerngeschäft heraus. Google plane tiefer in den schnell wachsenden Online-Handel einzusteigen, berichtet das „Wall Street Journal“ aus informierten Kreisen. Dazu führe das Unternehmen Gespräche mit der US- Kaufhauskette Macy’s, dem Modehändler Gap und dem Büroartikelverkäufer Office-Max sowie Logistikfirmen über einen Lieferservice, der den Kunden online gekaufte Produkte gegen eine geringe Gebühr innerhalb eines Tages nach Hause bringen soll. Bei Google hieß es dazu knapp: „Zu Spekulationen nehmen wir keine Stellung.“

Google investiert bereits seit Monaten in die Verbesserung seiner Produktsuche im Netz. Ein Grund dafür: Amazon ist derzeit außerordentlich erfolgreich. Der Internethändler hat allein im dritten Quartal 10,9 Milliarden Dollar umgesetzt – 44 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Baustein für den Erfolg ist „Amazon Prime“. Bei diesem Angebot erhalten Kunden in den USA für 79 Dollar im Jahr unter anderem eine schnelle Lieferung ihrer Produkte ohne Mindestbestellwert. Das Ergebnis: Kunden, die diesen Service gebucht haben, gehen immer erst zu Amazon, um nach ihren gewünschten Produkten zu suchen. Erst wenn es diese dort nicht gibt, gehen sie zu Google. Damit gehen Google viele Nutzer verloren. Mehr noch: Wegen der großen Zahl der Kunden wird Amazon auch als Plattform für Online-Werbung immer interessanter – das wiederum trifft das Kerngeschäft von Google.

„Die Produktsuche ist eines von Googles Wachstumsfeldern“, sagt Ralf Kaumanns, Geschäftsführer des Marktforschungsdienstes Strategyfacts.com. Das Problem dabei sei, dass Google Kunden nur an Händler vermitteln könne, während Amazon im Gegensatz dazu den gesamten Wertschöpfungsprozess kontrollieren könne – von der Suche über die pünktliche Lieferung bis zum Service. „Google wird auch in Zukunft kein Logistikdienstleister wie Amazon werden“, sagt Kaumanns. „Aber durch Partnerschaften mit Händlern und Lieferdiensten kann Google den gesamten Prozess besser steuern und so die Qualität und die Kundenbindung erhöhen.“ Google wird also auch in Zukunft keine Waren ausliefern, sondern lediglich die technische Abwicklung übernehmen.

Den Vorstoß von Google muss man im Zusammenhang mit der Gesamtstrategie sehen: Google verdient sein Geld mit Online-Werbung, aber mit der Suche allein zieht das Unternehmen nicht mehr genug Nutzer an. Daher hat Google zuletzt einen elektronischen Bezahldienst, ein soziales Netzwerk und ein Musikportal gestartet. „Im Moment kämpfen die großen Spieler wie Amazon, Apple und Google darum, wer in Zukunft den gigantischen Markt für digitale Güter dominiert“, sagt Kaumanns. Bücher, Filme, Musik – alle drei Anbieter haben ihre eigenen Angebote. Und wenn sich ein Kunde einmal für eine der Plattformen entschieden hat, geht er den anderen Anbietern mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren.

„Amazon schwingt sich immer mehr zu einem zentralen Anbieter im digitalen Mediengeschäft auf“, sagt Kaumanns. So erhalte ein Kunde von „Amazon Prime“ in den USA neben der schnellen und kostenlosen Lieferung unter anderem auch freien Zugriff auf 13 000 TV-Shows und Filme und dürfe sich pro Monat ein elektronisches Buch „ausleihen“. „Der Kunde zahlt 79 Dollar im Jahr und bekommt dafür Leistungen für etwa 230 Dollar“, hat Kaumanns errechnet. (Das erklärt auch den Preisunterschied, denn in Deutschland kostet „Amazon Prime“ ohne den Zugriff auf Filme und Bücher 29 Euro.) „Das Angebot kostet Amazon viel Geld“, meint Kaumanns. „Aber es rechnet sich: Denn die Kunden, die das Angebot nutzen sind treu, kaufen viel bei Amazon ein und schauen dabei nicht so genau auf den Preis.“ Unter dem Strich erziele Amazon auf diese Weise einen höheren Umsatz und eine höhere Marge. Kaumanns ist überzeugt, dass Google viele interessierte Partner finden wird, schließlich setze Amazon mit seinen Erfolgen sowohl stationäre als auch andere Online- Händler massiv unter Druck.

Einzelhandel meldet größten Umsatzeinbruch seit 28 Jahren

Die hohe Inflation hat die Geschäfte der deutschen Einzelhändler im Juni stark belastet. Inflationsbereinigt sank ihr Umsatz im Vorjahresvergleich um 8,8 Prozent.

ZEIT ONLINE | 01.08.2022 | Christian Charisius

Nach einer zwischenzeitlichen Erholung sank auch der Umsatz mit Textilien und Bekleidung wieder. Er lag im Juni 13,6 Prozent unter Vorkrisenniveau.

Die hohe Teuerungsrate dämpft die Kauflaune der Menschen in Deutschland erheblich. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank der Umsatz des Einzelhandels im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat real – also preisbereinigt – um 8,8 Prozent. Dies entspreche dem größten Rückgang zum Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe 1994. 

Nominal – also nicht preisbereinigt – nahm der Umsatz nur um 0,8 Prozent ab. „Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider, die das Konsumklima spürbar beeinträchtigen“, teilte das Statistische Bundesamt dazu mit.           

Auch im Vergleich zum Vormonat Mai verringerte sich der Umsatz. Real sanken die Erlöse um 1,6 Prozent. Beim Lebensmitteleinzelhandel lagen die realen Rückgänge im Vormonatsvergleich bei 1,6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 7,2 Prozent. Dieser Rückgang ist den Statistikern zufolge vermutlich vor allem den gestiegenen Preisen für Lebensmittel geschuldet. Sie legten im Vergleich zum Juni 2021 um fast zwölf Prozent zu.   

„Der Tiefpunkt beim Konsum kommt erst noch“

Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, der bis Mai fast wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht hatte, sank im Juni preisbereinigt wieder, und zwar um 5,4 Prozent im Vergleich zum April. Im Vergleich zum Juni 2019 lag der Umsatz damit 13,6 Prozent unter Vorkrisenniveau.

Auch der Internet- und Versandhandel verbuchte im Juni niedrigere Umsätze als im Vormonat (minus 3,8 Prozent). Im Vergleich zum Juni 2019 lag der Umsatz aber immer noch 22,3 Prozent höher.

Nach Einschätzung von Ökonomen müssen sich die Einzelhändler auf anhaltend schwierige Zeiten einstellen. „Das war nicht die letzte schlechte Konsumnachricht„, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG, Alexander Krüger, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verbraucher kämpften mit gravierenden Realeinkommensverlusten, zusätzlich auf die Konsumlaune auswirken werde sich überdies aller Voraussicht nach die Gasumlage im Herbst. „Der Tiefpunkt beim Konsum kommt erst noch.“

Online-Großhandel: Wie Einzelhändler dadurch die Digitalisierung voranbringen

e commerce magazin | 29.07.2022 | NaMaKuKi

60 Prozent des unabhängigen Einzelhandels sieht derzeit keinen Bedarf bei der Digitalisierung oder scheuen eine Umsetzung, zeigt eine aktuelle Studie von IFH Köln im Auftrag der Großhandelsplattform Faire Wholesale. Aber jeder fünfte Einzelhändler nutzt für die Beschaffung den Online-Großhandel.

  • Wie eine aktuelle Studie von IFH Köln und Faire Wholesale zeigt, sehen 60 Prozent der Befragten aus dem stationären Einzelhandel keinen Digitalisierungsbedarf oder scheuen die Digitalisierung aus Überforderung.
  • Der HandelsexperteProf. Dr. Heinemannvon IFH Köln stuft die mangelnde Digitalisierung als kritisch ein.
  • Zeitgleich ist ein starker Zulauf beim Online-Großhandel zu beobachten, da die digitale Beschaffung immer relevanter wird. So nutzt bereits jeder fünfte Einzelhändler Online-Großhändler.

Der unabhängige und meist mittelständische Einzelhandel in Deutschland sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die die Geschäftstätigkeit erschweren: Hohe Ladenmieten, Wettbewerbsdruck durch E-Commerce und große Handelsketten sowie die Corona-Pandemie. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie steht es hier um die Digitalisierung? Vier von zehn Einzelhändlern haben sich noch nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt. Hier bedarf es vor allem unkomplizierter und schnell einsetzbarer Lösungen. Denn laut Studie ist die Überforderung mit den Aufgaben und Technologien ein Grund für die Digitalisierungslücke. Ein Erfolgsbeispiel ist das Umdenken im Beschaffungsprozess: Bereits jeder fünfte Betrieb im Einzelhandel informiert sich mittlerweile auf Plattformen im Online-Großhandel. 64 Prozent der Befragten sind offen für digitalen Beschaffungsalternativen.

Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Marktforschungsinstitut IFH Köln im Auftrag der weltweit größten digitalen Großhandelsplattform Faire Wholesale im Juli 2022 umgesetzt hat. 213 unabhängige Einzelhändlern verschiedener Branchen mit einem maximalen Umsatz von 1,5 Millionen Euro äußerten sich in der Befragung zum Thema „Wie digital ist der deutsche Einzelhandel?“

Wie der Einzelhandel mit digitalen Lösungen den Herausforderungen begegnet

Die Hälfte der befragten Unternehmen, deren Läden in städtischen Lagen angesiedelt sind, gibt an, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf ihre Geschäfte ausgewirkt hat. Im Lockdown konnte niemand shoppen gehen, Lieferengpässe schmälerten das Sortiment. 36 Prozent der Befragten informieren sich normalerweise auf Großhandels- und Ordermessen zu neuen Trends und Produkten. Diese wurden jedoch während der Corona-Krise abgesagt.

„Traditionell stellen wir unsere Produkte auf internationalen Handelsmessen stationären Händler vor, doch diese Veranstaltungen fielen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder aus“, beschreibt Faire Kundin Antje Risau, Gründerin von WeeDo Funwear das Problem aus Herstellersicht. „Ein Riesenproblem, das wir mit einer digitalen Großhandelsplattform wie Faire lösen konnten. Dort treffen auch im Lockdown kleine Einzelhändler und kleine Marken aufeinander. Online rettet somit kleine stationäre Marken und Läden.“

Online-Großhandel: Intelligenter Ansatz für den Einzelhandel

Faire unterstützt mit neuen Technologien und Dienstleistungen sowohl unabhängige Einzelhändler, als auch Hersteller und kleine Marken. Beide Seiten können somit lokale und globale Netzwerke bilden, die ihnen dabei helfen, dem Wettbewerb mit den Einzelhandelsriesen standzuhalten. Welche Rolle die digitale Transformation dabei spielt war die zentrale Fragestellung der Studie von Faire und IFH Köln. Um es vorweg zu nehmen: Es besteht digitaler Nachholbedarf, aber zugleich entdecken immer mehr die Vorteile von Online. Noch haben sich vier von zehn Einzelhändlern  nicht mit digitalen Lösungen beschäftigt, unter anderem weil sie derzeit keinen Bedarf für  Digitalisierung sehen oder mit den hiermit verbundenen Aufgaben überfordert sind.

57 Prozent der befragten Händler betreiben keinen Onlineshop. Besonders kleinere Einzelhändlern geben fehlende Zeit an, wieso sie bisher keinen zusätzlichen Onlinekanal aufgebaut haben. Doch gerade traditionell zeitaufwendige Aufgaben, wie die Auswahl und den Einkauf neuer Waren lassen sich mühelos digitalisieren, das heißt über den Online-Großhandel abwickeln. Das hat bereits jeder fünfte Einzelhändler erkannt – Tendenz steigend. War der Besuch auf Großhandels- und Ordermessen früher mit Zeit und Kosten verbunden, gelingt der Einkauf beim Online-Großhandel digital schnell und bequem.

Online-Großhandel bietet Einzelhändlern maßgeschneiderte Bedingungen

„Die Pandemie hatte weitreichende Auswirkungen darauf, wie Konsumenten weltweit einkaufen und Geschäfte machen. Sie stellte uns zwar vor eine Herausforderung, aber dieser Moment bietet uns auch die Gelegenheit zu überdenken, wie wir bisher vorgegangen sind, und zu entscheiden, wie wir uns neu aufstellen wollen“, kommentiert Max Rhodes, Mitbegründer und CEO von Faire, die Umfrageergebnisse. „Unsere Plattform gibt unabhängigen Einzelhändlern die Möglichkeit, mit einfachen Online-Tools einige der gängigsten Probleme zu lösen, mit denen sie konfrontiert sind. Wenn sich ein Einzelhändler bei Faire anmeldet, wird er oder sie Teil eines globalen Netzwerks, das gemeinsam mit Einzelhandelsriesen konkurrieren kann. Unsere Mission ist es, ihnen dabei zu helfen, eine bessere Zukunft für sich und ihre Community aufzubauen.“

Mit maßgeschneiderten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 in den USA gegründete Unternehmen kleinen Händlern Konditionen, wie sie üblicherweise allein großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Der datengesteuerte Ansatz von Faire unterstützt Händler bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Mit Faire profitieren Marken von leistungsstarken Vertriebs-, Marketing- und Analysetools, die ihr Geschäft vereinfachen.

Prof. Dr. Heinemann sieht mangelnde Digitalisierung kritisch

„Obwohl die derzeitigen Herausforderungen im stationären Einzelhandel gewaltig sind, verweigern immer noch vier von zehn Händlern das Thema Digitalisierung“, sagt E-Commerce-Experte Prof. Dr. Heinemann im Hinblick auf die Studienergebnisse der IFH Köln. „Sie gehören damit höchstwahrscheinlich zu den Handelsbetrieben, die den Strukturwandel nicht überleben werden. Die fortschrittlichen Händler allerdings haben die Gunst der Stunde genutzt und setzen vor allem auf die Vorteile der Digitalisierung auf der Beschaffungsseite in Einkauf und Logistik.“

Online-Großhandel wird als Einkaufskanal immer relevanter

Insgesamt ist die Digitalisierung bei größeren Einzelhändlern weiter verbreitet als bei kleineren Betrieben – vor allem im Einkauf und den internen Prozessen ist sie ausgeprägter. Die globalen Krisen treiben insbesondere in der Beschaffung der Waren ein Umdenken hervor: Der Online-Großhandel wird als Einkaufsort relevanter, Händler suchen nach digitalen Alternativen zu Messen und langwierigen Recherchen in den Weiten des Internet. Zahlreiche Faire-Tools erleichtern den Bestellprozess und knüpfen an beliebte und gelernte Social Media Mechanismen an. „Ich habe schon ganz oft auf „Dies könnte dir auch gefallen“ geklickt, das funktioniert wie bei Instagram und Pinterest. Ich liebes es, dass ich weltweit einkaufen kann, momentan bestelle ich viel in Amerika“, erklärt Ramona Krämer, Inhaberin des Hamburger Krämerladens.

64 Prozent der Befragten gaben an, offen für alternative Beschaffungsmöglichkeiten wie den Online-Großhandel zu sein. Trotz vergleichsweise geringerem Digitalisierungsgrad suchen kleinere Händler eher nach neuen Einkaufsmöglichkeiten. Jeder fünfter Einzelhändler informiert sich bei Online-Großhändler, 80 Prozent haben dabei positive Erfahrungen gemacht. Bei 68 Prozent hat sich die Nutzung von Online-Großhandelsplattformen während der Pandemie positiv ausgewirkt. Während der aktuellen Krisen wünschen sich insbesondere größere Einzelhändlern zunehmend Unterstützung vom Großhandel, vor allem hinsichtlich Konditionen (35 Prozent) und Warenauswahl (15 Prozent).

Einzelhandel wird immer mehr zum Omnichannel

„Es gilt, mit dem richtigen Angebot beim Einzelhandel zu punkten“, erklärt Max Rhodes. „Die Studienergebnisse spiegeln wider, was wir jeden Tag erleben. Kleine, unabhängige Einzelhändlern haben es schwer im traditionellen Großhandelssystem. Kurzfristige Zahlungsziele und große Mindestbestellmengen machen den Beschaffungsprozess für kleine Unternehmen risikoreich. Es braucht moderne Konzepte, faire Konditionen und digitale Angebote für unabhängige Händler.“

Die Experten von Faire haben schon bei der Gründung erkannt: Der Einzelhandel wird immer mehr zum Omnichannel. Es wird immer seltener Einzelhändler geben, die nur online oder nur stationär sind. Dieser Überzeugung ist auch Prof. Dr. Heinemann und nennt das Konzept „Kanal Egal“. Jeder wird über Websites, soziale Medien oder Marktplätze ein bisschen von beidem anbieten. Eine ideale Kombination stellt dazu die Beschaffungsplattform Faire.com dar, auf der sich bereits 70.000 Qualitätsmarken zum Großhandelspreis tummeln.“

Als Brancheninsider liefert das IFH Köln Informationen, Marktforschung und Beratung zu handelsrelevanten Fragestellungen rund um eine erfolgreiche Entwicklung passender Geschäftsmodelle. Das Institut ist Ansprechpartner für unabhängige, fundierte Daten, Analysen und Strategien, die Unternehmen und Handelsstandorte erfolgreich und zukunftsfähig machen. Durch die Betrachtung von Märkten, Kunden und dem Wettbewerb bietet das IFH Köln einen 360-Grad-Blick für die Strategieableitung bei handelsrelevanten Themen.

Faire Wholesale ist der weltweit erste Online-Marktplatz, der ausschließlich unabhängige Einzelhändler und Marken zusammenbringt. Damit wird die Demokratisierung des Großhandels vorangetrieben. Dank unkomplizierten finanziellen und logistischen Bedingungen, wie kostenlosen Rücksendungen und einem 60-Tage-Nettozahlungsziel, bietet das 2017 gegründete Unternehmen kleinen Händlern Konditionen, wie sie sonst nur großen Handelsketten zur Verfügung stehen. Mit dem datengesteuerten Ansatz begleitet Faire Händler bei der passgenauen Auswahl von Artikeln. Faire wird von einer Vielzahl von Investoren unterstützt

Google macht Youtube zum Shopping-Kanal – und greift Amazon an

Google baut durch die Partnerschaft mit dem Softwareanbieter Shopify sein E-Commerce-Geschäft aus und greift damit Amazon an seiner verwundbarsten Stelle an.

19.07.2022 – 15:27 Uhr | Florian Kolf | Handelsblatt

Düsseldorf Seit Kurzem können Influencer und Markenhersteller ihre Produkte auch in Live-Videos auf Youtube verkaufen. Die Kunden können direkt Rückfragen stellen, das Angebot kommentieren und untereinander diskutieren. Doch für den tatsächlichen Kauf muss der Kunde bislang immer noch die Plattform verlassen und in den Shop des Händlers wechseln.

Das wird sich jetzt ändern: Eine Kooperation mit dem Softwareanbieter Shopify macht es möglich, mit einem Klick auf das Video die Produkte direkt zu kaufen.

Was auf den ersten Blick wie ein Detail wirkt, ist für die Youtube-Mutter Google der nächste wichtige Schritt in ihrem Angriff auf Amazon im E-Commerce. Durch die Verlinkung mit Shopify wird die Tochter Youtube zum direkten Shoppingkanal.

Mit dem neuen Bündnis finden zwei Unternehmen mit mächtiger Reichweite zusammen. „Wir haben wahnsinnig viele Kunden, die sich mit dem Thema Live Shopping beschäftigen. Youtube ist mit zwei Milliarden monatlichen Nutzern da eine ganz wichtige Plattform“, sagt Birk Angermann, bei Shopify verantwortlich für die Entwicklung von Lösungen für Händler, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Youtube wiederum erschließt sich eine große Kundenbasis. Im vergangenen Jahr haben Händler über Shopify bereits einen Umsatz von 175 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Das entspricht fast der Hälfte des Volumens von Amazon Marketplace.

Amazon hat einen blinden Fleck beim Social Commerce

Noch ist Amazon im E-Commerce der Maßstab für alle Konkurrenten. In den USA hat die Plattform mehr als 40 Prozent Marktanteil im Onlinehandel, in Deutschland sind die Verhältnisse ähnlich.

Doch im immer wichtiger werdenden Verkauf über soziale Netzwerke hat Amazon bisher einen blinden Fleck. Weder bietet Amazon die Möglichkeit, auf der Plattform über Videos Produkte zu verkaufen, noch ermöglicht Amazon Dritthändlern die direkte Einbindung von Instagram, Facebook und Co. Das wollen Shopify und Google jetzt ausnutzen.

„Da tun sich zwei sehr starke Player zusammen“, sagt Andreas Hell, E-Commerce-Experte der Digitalberatung diconium. „Google hat verstanden, wie man E-Commerce spielen muss, und geht jetzt die richtigen Schritte“, sagt Hell.

Auch seine zentrale Suchmaschinenplattform verknüpft Google immer mehr mit dem Onlinehandel. Bereits eingeführt hat das Unternehmen die Funktion „Google Shopping Actions“. Dabei hat der Kunde einen Warenkorb direkt auf Google, der Suchmaschinenanbieter bündelt die Verkäufe für mehrere Händler und wickelt den gesamten Verkaufsprozess für sie ab.

Als Nächstes soll unter anderem eine Erweiterung der Google-Suche kommen, die sich „Checkout on Merchants“ nennt. Dieser Dienst soll es Kunden ermöglichen, auf ein gewünschtes Produkt zu klicken und es direkt in den Warenkorb auf der Seite des Anbieters zu legen. Einer der ersten Partner neben Walmart für diese neue Checkout-Funktion wird auch hier Shopify sein.

Bestellungen über Social-Media-Kanäle vervierfacht

Für Google bietet die Kooperation mit Shopify ein großes Potenzial. „Die Shopify-Stores zusammengerechnet machen nicht nur bereits 45 Prozent des Umsatzes des Amazon-Marktplatzes, sie wachsen auch deutlich schneller“, beobachtet E-Commerce-Experte Hell. Oder wie es Shopify-Gründer Tobi Lütke einmal gesagt hat: „Amazon versucht, ein Imperium zu gründen, und wir versuchen, die Rebellen zu bewaffnen.“

Shopify bietet eine Softwareplattform, über die Händler und Markenhersteller nicht nur ihren Webshop betreiben, sondern über Schnittstellen zugleich alle anderen Kanäle integrieren können, vom stationären Laden über den Onlinemarktplatz bis zum Verkauf auf Social Media. „Unser Anspruch ist es, die Integration so einfach zu machen, dass all das auch Unternehmen nutzen können, die keine riesige Entwicklermannschaft haben“, sagt Shopify-Manager Angermann.

„Shopify hat eine sehr gute und flexible Software-Architektur“, erklärt Experte Hell. „Mit den Anbindungen an die Social-Media-Plattformen spielen sie ihre Stärken voll aus.“ Das scheint sich bereits auszuzahlen: Laut Shopify-Daten haben sich die Bestellungen über Social-Commerce-Partnerkanäle im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal vervierfacht.

„In vielen Bereichen ist Amazon sicher Benchmark, aber wir haben auch Bereiche, in denen wir uns bewusst unterscheiden“, betont Shopify-Manager Angermann. „Es ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für uns, dass wir den Händlern die Flexibilität geben, mit einer Shop-Software über alle Kanäle verkaufen zu können.“

Tiktok-Mutter Bytedance macht schon Milliarden in China

So war Shopify der Erste, der über eine Kooperation in den USA und in Europa das aufstrebende Netzwerk Tiktok als Verkaufskanal für Händler erschlossen hat. Immer mehr Markenhersteller wie etwa Fielmann, Volkswagen, Sennheiser oder Lindt haben mittlerweile eigene Shops auf Tiktok.

In einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kantar haben 83 Prozent der Befragten angegeben, dass sie durch Videos auf Tiktok zu einem Verkauf angeregt wurden. Nun können Händler und Hersteller diese Kunden noch unmittelbarer erreichen, indem sie einen Verkaufsbutton direkt in die Tiktok-Videos einbinden.

Vorbild ist dabei der Markt in China, dem Heimatland von Tiktok. Dort wickelt Douyin, die chinesische Schwester von Tiktok, bereits einen E-Commerce-Umsatz von umgerechnet mehr als 65 Milliarden Euro pro Jahr über ihre Plattform ab. Nun schickt sich die Muttergesellschaft Bytedance an, diesen Erfolg mit Tiktok auch auf Europa und die USA zu übertragen.

Darauf will sich Youtube mithilfe von Shopify vorbereiten. Neben der Möglichkeit, Links im Video zu platzieren, wird den Youtube-Shops der Händler eine ganz neue Rubrik hinzugefügt, der Shop-Tab. Dort kann er seine komplette Produktauswahl zeigen. Außerdem kann der Händler eine ausgewählte Liste von Produkten unter den Videos anhängen.

Zum Start dabei ist in Deutschland beispielsweise die Youtuberin Bodykiss, die auf Youtube 654.000 Abonnenten hat und in ihrem Shop Sportkleidung und Fitness-Artikel verkauft. „Eine Live-Shopping-Funktion, die meinen Shopify-Store mit meinen Youtube-Kanälen reibungslos und unkompliziert verbindet, wird das Erlebnis für meine Community definitiv verbessern“, sagt die Influencerin. Von Anfang an dabei ist auch der Fanartikelshop von Manchester United mit 1,37 Millionen Followern auf Youtube.

Großes Potenzial für Netflix und Amazon Prime

Wie schnell die Entwicklung gerade bei Social Commerce ist, ist auch Shopify-Manager Angermann bewusst. „Man weiß ja gar nicht, was als Nächstes kommt“, sagt er. Vor wenigen Jahren habe es noch kein Tiktok gegeben, und jetzt habe Tiktok allein in Europa 100 Millionen aktive Nutzer. „Wir müssen immer schauen, wohin sich der Markt bewegt, und dann den Marken und Händlern die richtigen Werkzeuge in die Hand geben, um die Chancen zu nutzen.“

Für den E-Commerce-Experten Hell könnte der nächste Schritt die Einbindung der Streamingdienste in den Onlinehandel sein. „Spannend wird sein, wie jetzt Netflix reagiert“, sagt er. „Sie suchen ja nach neuen Einnahmen, und hier böten sich gute Möglichkeiten.“

Der Streamingdienst Amazon Prime hätte dafür nicht nur den eigenen Marktplatz, sondern auch die technischen Voraussetzungen. So gibt es dort bereits die Funktion X-Ray, mit der sich die Zuschauer bei ausgewählten Filmen Zusatzinformationen beispielsweise zu den Schauspielern oder der verwendeten Musik einspielen können.

Dies könnte Amazon nutzen, um direkte Links zu Shops in die Ausstrahlung einzubinden. Doch noch überlässt der E-Commerce-Riese diesen Milliardenmarkt der Konkurrenz.

Amazon: Keine Auswertung von Verkäufer-Daten mehr

18.07.2022, 17:50 Uhr computer bild Dennis Ellenberger

Aus Angst vor Strafzahlungen rückt Online-Versandhändler Amazon von einer langjährigen Praxis ab: Die Daten von Drittanbietern sollen nicht mehr ausgewertet werden. Das hat gleich mehrere Gründe.

Dass Amazon Verkäufer-Daten auswertet, ist längst kein Geheimnis mehr. Das Problem: Der US-Konzern bietet nicht nur Drittanbietern eine Verkaufsplattform, sondern vertreibt auch eigene Produkte. Der Vorwurf der EU-Kommission: Amazon nutze sensible Verkäufer-Daten, um die hauseigenen Produkte zu optimieren. Der kartellrechtliche Terminus technicus hierfür lautet Wettbewerbsverzerrung.

Ungleichbehandlung der Händler


Doch es geht noch weiter: Händler, die den Amazon-Prime-Versand nutzen, bevorzugt Amazon offenbar. Diese würden in der Rangfolge der Suchergebnisse weiter oben angezeigt. Das schafft einen enormen Verkaufsvorteil und drängt Kundinnen und Kunden dazu, die Prime-Logistik zu nutzen. Damit soll jetzt aber Schluss sein.

Vorteil durch „Buy Box“


Auch will Amazon in Zukunft alle Verkäufer bei der Rangfolge der „Buy Box“ gleichbehandeln. Dabei handelt es sich um den begehrten Einkaufswagen-Link, über den Käuferinnen und Käufer einen Großteil der Bestellungen abschließen.

Amazon ist einsichtig

Amazon hat angekündigt, die Vorgaben der Kommission vollumfänglich umzusetzen. Das US-Unternehmen handelt aber nicht völlig selbstlos: Bei Nichtumsetzung drohen nämlich hohe EU-Geldbußen. Das Verfahren gegen den Online-Händler läuft bereits seit 2020. Die Vorwürfe stammen von ehemaligen Mitarbeitern.