Ebay und Paypal gehen getrennte Wege. Nun hat der Online-Riese gleich mehrere Änderungen angekündigt, die sowohl Kunden als auch Verkäufer betreffen. Verbraucher sollen mehrere Zahlungsoptionen erhalten und Verkäufer sollen durch ein neues Ebay-Programm auch international ihre Produkte verkaufen können.


Wer bei Ebay Produkte verkaufen will, muss neuerdings der neuen Zahlungsabwicklung zustimmen. Das Unternehmen stellt in einem Blogbeiträge nun vor, wie das neue Konzept funktioniert.
Ebay benachrichtigt Verkäufer in Etappen. Wer die E-Mail bekommt, muss sich einloggen, seine bisherigen persönlichen Daten bestätigen und später auch die Zahlungsangebote updaten. In vielen Fällen muss ein Bankkonto hinzugefügt werden.

Worauf Sie achten müssen

Neu ist nämlich, dass alle Zahlungen nun nicht mehr per PayPal, sondern ausschließlich über Bankverbindungen eingehen. Das soll nun innerhalb von zwei Werktagen nach Verkauf der Ware passieren.
Betroffene können aber auch festlegen, ob sie die Ausschüttung einmal täglich oder gar wöchentlich erhalten wollen. Rückerstattungen, Zahlungsstreitigkeiten oder Käuferschutzfälle zieht Ebay nun entweder von der Gesamtsumme ab oder belastet eine Kreditkarte oder das Bankkonto.

Auch Kunden profitieren.

Neben der Klarna Sofortüberweisung können sie ihre Bestellungen nun auch mit Google Pay oder Apple Pay die Rechnungen begleichen. Zeitgleich bleiben Kreditkarte, Lastschrift und PayPal als Zahlungsoption aktiv. Bei einigen Angeboten ist das schon möglich.
Google Pay – so funktioniert der Bezahldienst
Apple Pay – so funktioniert der Bezahldienst

Was passiert, wenn ich keine E-Mail bekomme?

Wer keine E-Mail von Ebay bekommt, der muss sich um nichts anderes kümmern. In diesen Fällen ist bereits ein Bankkonto eingerichtet.
Ebay verspricht eine wesentlich einfachere Kontoführung. Wichtige Informationen, die zum Verkauf und zur Bezahlung von Ware wichtig sind, finden Business-Kunden nun an einem Ort. Auch die Gebühren sind leichter einsehbar.

Ware international verkaufen und kaufen

Zeitgleich arbeitet Ebay an der Möglichkeit, dass Business-Kunden ihre Produkte international verkaufen können.
„Das aktive Einstellen auf internationale Ebay-Websites wird noch nicht unterstützt, Käufer aus anderen Ländern können aber weiterhin ihre bei Ebay eingestellten Artikel kaufen“, heißt es von Seite des Unternehmens. Dafür müssen Verkäufer lediglich die Option „internationaler Versand“ auswählen.
Kunden profitieren insofern, dass sie nun verstärkt auch von internationalen Verkäufern Produkte kaufen können. Zudem sind sie in vielen Fällen – bei Bezahlung über Klarna – durch den Ebay-Käuferschutz abgesichert.

Auch Amazon stellt Programmrichtlinien um

Auch Amazon setzt zum 3. November einige Änderungen für Verkäufer durch. So gibt es eine neue Richtlinie, was die Ansprache von Kunden betrifft. Verkäufer müssen auf besondere Merkmale achten und auf angemessene Inhalte achten. Im Fokus steht dabei der freundliche Ton.
Zum 30. September 2020 aktiviert Amazon automatisch den „Versand durch Amazon“-Lagerbestand. Um diese Möglichkeit zu erhalten, müssen Verkäufer eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer hinterlegen und ein „Verkaufen bei Amazon“-Konto aktivieren.
„Außerdem nehmen wir Änderungen vor, die Verkäufern mehr Flexibilität bei der Auswahl der Länder für die Platzierung von Lagerbestand im Rahmen des paneuropäischen Versands durch Amazon ermöglichen“, heißt es in einer E-Mail an Verkäufer.
Diese Maßnahmen erfolgen, „um der erwarteten Kundennachfrage besser gerecht zu werden“.

CHIP 11.09.2020, 16:20 | VON KONSTANTINOS MITSIS

3 Responses

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert