viazon.eu | 30.12.2020 | Chris Reinhardt

Zum ersten Juli diesen Jahres, hat das Bundesministerium für Finanzen Sätze der Mehrwertsteuer von neunzehn Prozent auf sechzehn Prozent, sowie für Lebensmittel und Zeitschriften von sieben Prozent auf fünf Prozent gesenkt. Der Gedanke, dem diese Maßnahme zugrunde lag, war jener, zum einen Verbraucher in der Pandemie zu entlasten, aber auch Unternehmen zu animieren, Investitionen vorzuziehen, damit den Konsum in der Krise anzukurbeln und die Liquidität zu verbessern.

data driven smart commerce
maschinelles Lernen dynamisiert intelligent die Preispolitik für Handelsunternehmen


Die ein oder anderen Kundigen ahnten bereits früh, dass die sich daraus ergebenen Effekte womöglich gering ausfallen dürften, die Kosten der Maßnahme sich um die ca. zwanzig Milliarden Euro Mindereinnahmen belaufen würde.
Der Aufwand für die Umstellungen der Unternehmen, die dies umsetzen und abbilden musste in Ihren Systemen, ist darüber hinaus nicht zu unterschätzen.

Nun, pünktlich zum Jahreswechsel, 31.12.2021, läuft die Maßnahme aus und der Aufwand darf noch einmal betrieben werden, um alles wieder, technisch auf den vorhergehenden Stand zu bringen.

Wie wirkt sich das auf die Märkte und das Verhalten der Verbraucher aus?
Für Händler stelle sich nämlich auch die Frage, ob die Differenz an den Markt würde weitergegeben werden solle oder als Marge vereinnahmt wird. In den meisten Fällen stellte sich doch heraus, dass zu Gunsten erzielbaren Umsatzes die süße Frucht zu verlockend war und irgendwann auch der letzte Standhafte nachgab und die Preise senkte.

Auf den Onlinemärkten hatten die meisten Händler jedoch auch gar keine andere Wahl, denn Amazon beispielsweise hat es seinen Marketplace Händlern leicht gemacht und mit einer zentralen Funktion vorhergehende Preisgestaltung durch einen Streichpreis reduziert. Bemessungsgrundlage für das Entgelt des Abverkaufs war aber nicht der reduzierte Preis, der den Händlern berechnet worden war.
Ähnlich im Fall von eBay. Händler, die ihre Preisgestaltung nicht reduzierten, machten die Erfahrung, dass im Hintergrund ein Tracking eben dieses erfasste und die Sichtbarkeit aktiver Angebote reduziert wurde und erst wieder anstieg, was an dem Auftragsvolumen deutlich abzulesen war, wurde der Gap an den Markt zu Gunsten des Verbrauchers durch eine Reduzierung weitergeleitet.

Vor der anstehenden Änderung am 31.12.2020 auf die vorherigen Sätze, stellt sich eine Highnoon Situation ein. Mitbewerber belauern sich, wer als erster reagiert und wer als erster zuckt, hat verloren. Zumindest gilt das für die Fläche und den analogen Handel.

In dem Onlinehandel ist das wesentlich unspektakulärer, denn durch die dynamische Preisallokation ermittelt die KI mittels maschinellen Lernens den entsprechenden Zielpreis auf Artikelebene. Dabei werden viele Faktoren berücksichtigt, wie beispielsweise die Angebotsvariante, handelt es sich um ein MFN Angebot, Prime FBA oder Prime MFN? Entscheidend sind die Lieferzeit, der Zustand des Artikels, aber eben auch die Anzahl der Bewertungspunkte und die Güte des Bewertungsprofils, sowie nicht zuletzt die BuyBox.
Für jedes Angebot, auf Artikelebene wird, um diese Faktoren bereinigt, gemäß Angebot, Nachfrage und Wettbewerbssituation für jeden Kanal der richtige Preis zu dem entsprechenden Zeitpunkt kalkuliert, ausgespielt und dynamisch in Echtzeit nachgehalten.

Die datengetriebene Dynamisierung der Preis- und Produktpolitk durch maschinelles Lernen ist für den Erfolg jedes Unternehmens, gleich welcher Größe immanent und zeigt auch bei dieser Anforderung ihre Notwendigkeit und spielt ihre Stärke aus.

Als Anwender von starsellersworld.com werden die Werte der Steuersätze zentral mit einem Update geändert und auf alle, relevanten Datensätze angewandt. Gleich, ob Sie die Kalkulation einsetzen oder mit ihren eigenen, vorkalkulierten Minimal- und Maximalwerten als Bruttoverkaufspreisen arbeiten oder im Mischbetrieb, haben Sie keinen Handlungsbedarf. Nur in dem Fall, indem Sie die Steuersätze mit dem Import in das SCM mit einem Feld dezidiert übergeben, sollten Sie den Wert dementsprechend abändern. Für alle anderen Fälle, können Sie sich zurücklehnen und mit Stichproben prüfen, ob die zentralen Änderungen über das Massenupdate das gewünschte Ergebnis ergeben hat.

Für den Fall, dass Sie Beispiele entdecken, die zu überprüfen sind, kommen Sie gerne auf uns zu, indem Sie eine E-Mail an support@starsellersworld.com formulieren mit Beispielen, gerne auch per Live Chat, damit wir Sie unterstützen können.

Wir bedanken uns bei Ihnen für die Zusammenarbeit in dem Jahr 2020 und wünschen Ihnen, im Namen des gesamten starsellersworld.com Teams, Gesundheit und weiterhin viel Erfolg in dem anstehenden Jahr 2021. Wir begleiten Sie gerne und freuen uns auf die Herausforderungen, die wir gemeinsam mit Ihnen zusammen meistern dürfen!

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