Der E-Commerce-Markt weltweit mit weiterem Wachstum

deutsche-wirtschafts-nachrichten.de | 21.11.2022

Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft treibt auch den E-Commerce-Markt immer weiter voran. Zwar gab es im Jahr 2022 bereits erste Dämpfer, doch diese sind überwiegend inflationsbedingt und sollten das weitere Wachstum in den nächsten Jahren nicht sichtlich gefährden können. Denn Experten zufolge soll der Markt rapide wachsen, vor allem in den vielen Entwicklungsländern, mit Milliarden neuer Konsumenten in naher Zukunft.

Jährliches Wachstum von 27.4 % bis ins Jahr 2027

Der globale E-Commerce-Markt erreichte im Jahr 2021 einen Wert von 13 Billionen US-Dollar. Laut einer Untersuchung der IMARC-Gruppe soll der Markt bis 2027 einen Wert von 55,6 Billionen US-Dollar erreichen und sich damit vervierfachen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 27,4 % zwischen den Jahren 2022 und 2027.

Antreiber hinter dieser Entwicklung sind die rasante Digitalisierung und Kommerzialisierung von bislang wenig erschlossen Märkten. Große Teile Asiens, Südamerikas und Afrikas kommen oftmals noch komplett ohne E-Commerce aus, doch in naher Zukunft soll sich genau das eben ändern. Unternehmen drängen zunehmend in diese neuen Märkte, um Investoren gegenüber weiterhin entsprechende Wachstumszahlen liefern zu können.

Dabei gilt es jedoch, einige Unwägbarkeiten im Blick zu behalten, weil die Folgen von Pandemie, Lieferkettenproblemen und Inflation noch nicht gänzlich erfasst werden können. Schließlich können auch die besten Wirtschaftswissenschaftler derzeit nur erahnen, wann genau beispielsweise die Inflation sich wieder im gewünschten Zielwert bewegen wird.

Was genau fällt unter E-Commerce?

Idealo Direktkauf: gibt es Folgen für Händler?

Ingrid Lommer, Internet World, 16.11.2022

idealo.de, ein gewichtiger Marktplatz. Mit über 50 Millionen monatlichen Seitenbesuchern ist idealo eine der wichtigsten E-Commerce-Seiten. Damit landet das Unternehmen auf Platz 5 des Marktplatz-Rankings. Von Händlern war bisher nur positives über den Verkauf auf idealo.de zu hören.

„Ziel war es, den Kund:innen eine einfache und schnelle Kauferfahrung online zu ermöglichen. Das ist uns gelungen, doch das Bedürfnis für diese Serviceleistung ist nicht mehr in dem bisherigen Maß vorhanden“, so Jörn Rehse, Co-CEO von idealo.

Tiefgreifende Änderungen stehen an.

Der E-Commerce-Blog Wortfilter.de, der zuerst aus Unternehmenskreisen unterrichtet ist, kolportiert, tiefgreifende Änderungen für idealo.de als Channel.

folgen:

Nach zwei außergewöhnlichen Jahren in der Konsumgüterbranche: Wie muss der Handel jetzt agieren?

ICHSAGMAL.COM | 14.11.2022

Nach zwei außergewöhnlichen Jahren in der Konsumgüterbranche treten nun große Probleme auf. Ukraine-Krieg, Lieferketten-Probleme, Rohstoff-Knappheit und Erhöhungen der Energiekosten wirken sich auf die Konsumausgaben aus. „Während stationäre Formate im LEH in den letzten zwei Jahren deutliche Marktanteile gewonnen haben, müssen sie diese nun teilweise wieder an die Discounter abgeben“, so EHI-Präsident Markus Tkotz. Die Handelsmarken können davon profitieren. Im hochpreisigen Bereich herrscht Konsumzurückhaltung. Besonders deutlich ist das im Bio-Fachhandel. „Hier sind die Umsatzrückgänge innerhalb des gesamten Lebensmitteleinzelhandels am höchsten. Wenn dann noch eine Verdoppelung der Energiekosten, und geringere Marge dazukommen, weil erhöhte Lieferantenpreise nicht an die Kundschaft weitergegeben werden können, dann wird es eng“, so Tkotz. Dazu kommt noch ein dramatischer Personalmangel. Employer Branding, Active Sourcing, Prämien, Kampagnen auf allen medialen Kanälen stehen auf der Agenda. „Bei den Einzelhandelsunternehmen können wir beobachten, dass hier teilweise Öffnungszeiten reduziert werden, weil einfach nicht genug Kapazitäten von Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. In der Gastronomie wird schon seit längerer Zeit an manchen Tagen gar nicht mehr geöffnet, bei den Supermärkten gibt es jetzt auch erste Beispiele von Unternehmen, die Märkte teilweise ab mittags schließen.

Bei den Startups können wir beobachten, dass die Wachstumskurven durch die Verfügbarkeit von Mitarbeitenden begrenzt werden und daher auch die Finanzierungsrunden gefährdet sind. Es wird höchste Zeit, dass wir einen geeigneten gesetzlichen Rahmen bekommen, um auch durch qualifizierte Zuwanderung dem Fachkräftemangel zu begegnen“, fordert der EHI-Präsident. 

Ein anderes dringendes Problem sind die Lieferketten, die aus dem Tritt geraten sind.

Der Handel hat sich auf andere Vorlaufzeiten eingestellt und auch die Bevorratung steigt. Aber auch in der Logistik fehlen Fachkräfte. Der Fahrermangel hat sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft und Mitarbeitende für die Logistik zu finden, ist weiterhin eine echte Herausforderung.
„Wir werden hier weiter in Technik und Digitalisierung investieren müssen. Autonomes Fahren wird in der Logistik Realität werden müssen. Natürlich gibt es viele rechtliche Fragen bei diesem Thema, aber wir dürfen auch nicht aus den Augen verlieren, dass Versorgungssicherheit ein sehr sehr hohes Gut ist. Gleichzeitig müssen wir uns nach Alternativen umschauen. Leider konnte die Bahn bisher noch keinen geeigneten Beitrag zur Lösung unsere logistischen Probleme leisten. Und wie wir gerade wieder erleben, ist die Schifffahrt auch kein zuverlässiger Partner. Wir beobachten zurzeit, dass Unternehmen auch in eigene Kapazitäten für den Transport aufbauen oder sich zumindest feste Transportkapazitäten langfristig sichern. Zusammen mit ausgewählten Partner-Unternehmen arbeiten auch wir an der Bündelung von Warenströmen. Auch die Reduzierung von Wartezeiten an der Rampe kann ein Beitrag zur Reduzierung von logistischen Engpässen sein. Wir haben hier mit der digitalen Vorgangsakte ein erfolgreiches Projekt initiiert“, erläutert Tkotz.

KI, Automatisierung und Robotik gehören aktuell zu den wichtigsten Technologietrends im Einzelhandel. Vor dem Hintergrund des in allen Bereichen vorherrschenden Personalmangels, haben diese Themen zusätzliche Relevanz erhalten.

Was ganz oben im Aufgabenkatalog steht: Soziale Fragen, Umweltaspekte, Unternehmensführung: Ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsengagement wird auch im B2B-Kontext zunehmend relevanter. Drei Viertel der Befragten stufen das Thema für das eigene Unternehmen zukünftig als sehr oder äußerst wichtig ein. Das zeigen die Ergebnisse des B2BEST Barometers des ECC KÖLN und Creditreform. Acht von zehn Befragten gehen davon aus, dass eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie dazu beiträgt, dass B2B-Unternehmen langfristig erfolgreicher sind. Dabei werden alle drei ESG-Kriterien (ESG = Environment, Social, Governance) als relevant eingestuft: An erster Stelle steht das Thema Umwelt (79 Prozent), dicht gefolgt von einer verantwortungsvollen Unternehmensführung (76 Prozent) sowie sozialen Nachhaltigkeitsaspekten (70 Prozent). 

Obwohl dem Thema Nachhaltigkeit insgesamt eine hohe Relevanz beigemessen wird und 67 Prozent der B2B-Unternehmen angeben, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen, zeigt sich in der Praxis oft noch Optimierungsbedarf. Dieses Bild spiegelt auch der Verdacht des Greenwashings wider: So glaubt die große Mehrheit (87 Prozent) der befragten-Unternehmen, dass Nachhaltigkeitsinformationen und entsprechende Maßnahmen oftmals nur für Marketingzwecke genannt werden, letztendlich aber nicht umgesetzt werden. Als größte Herausforderungen bei der Umsetzung nennen Unternehmen vor allem die unterschiedlichen Interessen diverser Stakeholder (66 Prozent) sowie zeitliche und personelle Ressourcen (58 Prozent). Die größten Vorteile durch nachhaltiges Engagement werden in den Bereichen Kundenbindung und Ressourceneffizienz erwartet. Ein besseres Image ist nur für drei von zehn Befragten ein Pluspunkt.

Insbesondere in der Logistik setzt man bereits einige umwelt- und ressourcenschonende Maßnahmen um. So nutzen mehr als acht von zehn Befragten nachhaltigere Verpackungen, indem sie recyclingfähiges Material verwenden und auf unnötiges Plastik verzichten. Auch der Wiederverkauf von B-Ware (78 Prozent) sowie die Begutachtung und Reparatur von Retouren (75 Prozent) sind wichtige Aspekte. Das ab Januar 2023 in Kraft tretende Lieferkettengesetz wird weiterhin sehr positiv bewertet: 78 Prozent der Befragten geben zu Protokoll, dass das neue Gesetz dazu beiträgt, die deutsche Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Knapp ebenso viele sind der Auffassung, dass es die Menschenrechtssituation verbessert.

„Die Weichen für das neue Lieferkettengesetz zu stellen, geht für die Unternehmen natürlich auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand einher. Dennoch überwiegen für 70 Prozent der Befragten die positiven Effekte. Etwas kritischer stehen dem Ganzen kleinere Unternehmen gegenüber: Auch wenn diese zunächst nicht direkt vom Lieferkettengesetz betroffen sind, rechnen sie mit erheblich höheren Aufwänden, beispielsweise wenn sie Zulieferer für Großunternehmen sind“, ordnet Christian Kramer, Branchenmanager Groß- und Außenhandel bei Creditreform, 

Die Bewertung der wirtschaftlichen Lage fällt insgesamt gut aus, erreicht im vierten Quartal mit 2,16 (auf einer Skala von 1=sehr gut bis 5=sehr schlecht) aber den schlechtesten Wert seit der Ersterhebung des B2BEST Barometers vor zwei Jahren. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Tendenz angesichts der Energiekriese fortsetzen wird: Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet aufgrund des Anstiegs der Energiepreise in diesem Herbst/Winter eine starke oder extreme Verschlechterung der eigenen Wirtschaftlichkeit.

Die aktuellen Entwicklungen und die Folgen des Krieges in der Ukraine machen den Herstellern und Großhändlern weiterhin zu schaffen. Sie sind betroffen von steigenden Preisen, Materialknappheit sowie Einschränkungen in der Logistik. Dennoch hat der Großteil der B2B-Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt und in den vergangenen Monaten vor allem in die Bereiche Umwelt und Soziales investiert“, resümiert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH KÖLN und Gründer des ECC KÖLN. 

Große Fehler bei Integration von B2B-E-Commerce-Plattformen

Roger Homrich | silicon.de

Die Auswahl der passenden E-Commerce-Plattform trägt im B2B-Markt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Doch im B2B-Bereich binden Unternehmen oft keine IT-Spezialisten für die Auswahl der Plattform ein. Die Folge: Fehlinvestitionen, unnötige Ausgaben und unzufriedene Fachkräfte, weshalb nur 22 Prozent der IT-Führungskräfte mit dem zur Verfügung gestellten Produkt zufrieden sind. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von Sana Commerce, einem auf B2B E-Commerce Software für SAP und Microsoft Dynamics spezialisierten Unternehmen.

Erschreckend: Rund neun von zehn der für die Studie befragten IT-Manager sind davon überzeugt, dass sich die in ihrem Unternehmen verwendete B2B-E-Commerce-Lösung sogar negativ auf das Geschäft auswirkt. Gründe dafür sind unter anderem die zu lange Implementationszeit, die bei knapp der Hälfte der Befragten sieben bis neun Monate dauerte. Bei weiteren 39 Prozent sogar länger als neun Monate. All dies belastet das IT-Personal und hält es von wichtigeren Aufgaben ab – weshalb auch gerade einmal 22 Prozent der IT-Führungskräfte mit dem zur Verfügung gestellten Produkt zufrieden sind.

Software zu komplex und wartungsintensiv

Ziel der Einführung einer E-Commerce-Plattform ist, die Abläufe zu beschleunigen und zu erleichtern. Doch ein Drittel der Befragten sagt, die Software sei zu komplex. Zudem müssten die Systeme häufiger gewartet werden, was zu durchschnittlich 3,5 Stunden Ausfallzeit im Monat führe. Die Folge sind Umsatzverluste aufgrund von durchschnittlich 158 Bestellungen weniger pro Monat.

Melanie Volkmann, Geschäftsführerin von Sana Commerce, empfiehlt in der Auswahl- und Vorbereitungsphase die IT stärker einzubinden: “Ist das Kind in den Brunnen gefallen, wird es schwierig, die fehlende Wertschätzung und den Vertrauensverlust der IT wieder gut zu machen.“ Sie empfiehlt Unternehmen, auf Basis einer Stakeholder-Analyse zunächst einen Changemanagement-Plan aufzustellen. „Die Plattform muss entlasten und nicht Kapazitäten binden“, so Melanie Volkmann.

Keine Schnittstellen zu anderen Systemen

Allein für den Betrieb einer E-Commerce-Plattform sind in vielen Fällen mehrere IT-Fachkräfte im Einsatz, die dafür durchschnittlich 38 Prozent ihrer Arbeitszeit investieren. Rund ein Viertel ärgern sich über den Wartungsaufwand bei den Datenbanken sowie die Problembehandlung. 19 Prozent beklagen, dass es keine Schnittstellen (APIs) zu anderen, im Unternehmen verwendeten Programmen gibt. Dies resultiert daraus, möglichst günstige Software zu kaufen, um vermeintlich Kosten zu sparen.

“Eine E-Commerce Plattform sollte Mehrwerte für das Unternehmen und die Kunden schaffen. Die Kundenzufriedenheit lässt sich verbessern, einige Prozesse automatisieren“, sagt Melanie Volkmann und empfiehlt, bei der Auswahl weniger auf den Preis zu schauen, sondern zunächst die Anforderungen der Nutzer herauszufinden: „Dafür die IT einbinden, die IT-Architektur definieren, die Expertise der Anbieter prüfen und die Zufriedenheit von ihren Kunden abfragen und später eine Schnittstelle zum ERP-System bauen.“

Keine Angst vor KI im Vertrieb

Ruhr Universität Bochum | 2. 11. 2022 | von Meike Drießen(md)

Seit der Digitalisierung ist der Vertrieb nicht mehr das, was er mal war. Das heißt aber nicht, dass der Arbeitsalltag dadurch nicht auch besser werden könnte.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen wirbelt die Digitalisierung die Welt ziemlich durcheinander. Besonders der Vertrieb, die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Markt, verändert sich stark. „Die klassische Aufgabe von Vertrieblern ist es, die Bedarfe eines Kunden zu ermitteln oder mit diesem gemeinsam die beste Lösung für ein Problem zu erarbeiten, Produkte zu erklären und den Kunden vom Kauf zu überzeugen“, erklärt Dr. Christian Ahlfeld vom Lehrstuhl Industrial Sales and Service Engineering, kurz ISSE, der RUB. Die Beziehung zwischen den Mitarbeitenden im Vertrieb eines Unternehmens und dem Personal eines Kunden war bisher oft langjährig und vertraut.

Kundenansprüche eskalieren

Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Die Digitalisierung beeinflusst das Einkaufsverhalten von Kunden. Das Internet macht Recherchen möglich, ohne dass man Kontakt mit dem Anbieter aufnimmt. Zugleich soll alles effizienter, schneller, schlanker sein, die Kaufabwicklung flotter gehen. „Wir sprechen von eskalierenden Kundenansprüchen“, so Christian Ahlfeld. „Gerade an der Schnittstelle zum Kunden entstehen für den Vertrieb durch den digitalen Wandel ganz neue Anforderungen: Die Vergleichsmöglichkeiten steigern die Erwartungen des Kunden nicht nur an das Produkt oder die Dienstleistung, sondern auch an die Beziehung.“

Das Verhältnis zwischen Anbieter und Kunde verändert sich, weil nun der Kunde bestimmt, wann und in welcher Form der Vertrieb in seine Wertschöpfung eingebunden wird. Oft entsteht ein persönlicher Kontakt erst dann, wenn der Kunde seine Kaufentscheidung auf Basis seiner eigenen Recherchen schon getroffen hat. Die Einschränkungen in der Corona-Pandemie haben diesen Effekt noch verstärkt. Persönliche Besuche waren in dieser Zeit nicht möglich, sodass sich der Umgang miteinander auch dadurch verändert hat.

Hinzu kommt noch, dass digitale Plattformen neuen, auch internationalen Anbietern Möglichkeiten eröffnen, mit unkonventionellen Geschäftsmodellen auf den Markt zu drängen. Besonders bei hochstandardisierten Produkten stellen sie eine ernstzunehmende Konkurrenz für etablierte Unternehmen dar. „Das hat zur Folge, dass sich kleine und mittlere Unternehmen unter Handlungsdruck sehen“, so Marleen Voß vom ISSE-Team. „Man könnte sagen, sie fühlen sich bedroht.“ Diesem Handlungsdruck will das Projekt PASS, kurz für Predictive-Analytics-Systeme im Sales, etwas entgegensetzen. Ziel ist es, die Digitalisierung als strategische Ressource anzusehen. „Die digitale Technik kann helfen, Wettbewerbsvorteile im Markt zu erzielen“, unterstreicht Marleen Voß.

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E-Commerce Trends 2022 in der Schweiz

27.10.2022 | pnp.de

Wie zu erwarten, wird das letzte Quartal auch für Passauer noch einmal heiß; zumindest mit dem Blick auf die Möglichkeiten im E-Commerce des Nachbarstaates Schweiz. Schließlich gilt für Gründer als auch Unternehmer in der Region, dass es bei den Nachbarn eine Vielzahl von Zielgruppen gibt, die mit den passenden Produkten und Dienstleistungen für klingelnde Kassen sorgen können. Zwar sind nach wie vor Amazon, Zalando und Ricado im Trend, doch vor allem neue Absatzkanäle liegen im Fokus der Schweizer.

Stark wachsender Onlinehandel in der Schweiz

Der Markt ist in einem stetigen Wandel. Das erleben Menschen – sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer – tagtäglich in Passau sowie in der Region. Dabei drücken die steigenden Energiekosten deutlich auf die Umsätze. Zudem zeigt sich in Krisen wie der aktuellen: Auch die wichtige Infrastruktur ist eigentlich kaum gerüstet. Umso wichtiger ist es für Unternehmen und Selbstständige, neue Märkte zu erschließen und möglichst Trends mitzunehmen, die die Zielgruppen bewegen.

In der Schweiz wurden im vergangenen Jahr über digitale Kanäle 15 Milliarden Schweizer Franken Umsatz generiert. Das bedeutet ein Wachstum von rund 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2019. Zeitgleich zeigt sich, dass der Anteil an Onlineshops stark gewachsen ist. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Übrigen ebenso in Deutschland ab. Auch hier konnte der Onlinehandel deutlich zulegen.

Interessant für Passauer, die online ihre Waren auch in der Schweiz offerieren wollen, ist der richtige Versand. Schließlich gehört die Schweiz nicht zur Europäischen Union und folglich gilt es, zahlreiche Besonderheiten in Bezug auf den Schweizer Zoll zu beachten. Am sichersten ist es, sich einen Experten im Bereich globale Paketversandlösungen mit ins Boot zu holen. So vermeiden Unternehmer aus Passau aber auch bundesweit, dass es zu Verzögerungen in der Zustellung und zusätzlichen Gebühren für den Empfänger kommt.

Höhere Engagement-Rate bei kleineren Influencern

Für Gründer als auch Geschäftsführer ist vor allem ein Trend im Zusammenhang mit dem E-Commerce lukrativ: Gemeint ist die Zusammenarbeit mit Influencern auf den sozialen Plattformen, die noch verhältnismäßig klein sind. Es konnte aufgezeigt werden, dass der Nutzen von Produktplacements über mehrere kleine Influencer eine höhere Engagement-Rate verzeichnet, als wenn besonders große Influencer angefragt werden. Je höher die Anzahl der Follower, desto geringer ist die Rate.

NFTs

Als die ersten NFTs (Non-Fungible Token) auf den Markt kamen, sagten ihnen viele ein schnelles Ende voraus. Mit einem Blick auf die E-Commerce-Trends 2022 kommt jedoch auch im letzten Quartal niemand an den unersetzbaren, auf der Blockchain gespeicherten digitalen Objekten vorbei. Das virtuelle Gut kann mit Sicherheit und nahtlos auf den Urheber geprägt werden. Fälschung der erstellten digitalen Inhalte ist nicht möglich.

Schon heute werden Rekordumsätze verbucht – wie bei „Human One“ von Beeple, welches für etwas unter 29 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Aber auch Naturschutzorganisationen wie der WWF arbeiten mit NFTs. Wie angesagt die digitalen Güter sind, zeigt sich ebenso an Sotheby’s. Das Traditions-Auktionshaus hat einen eigenen Marktplatz für NFTs eröffnet.

Smartwatches

Die Smartwatch gehört 2022 wieder zu den Top-Produkten, allerdings nicht nur in der Schweiz. Weltweit werden pro Jahr mehr als eine Milliarde Uhren verkauft. Ein immer größer werdender Teil davon sind smarte Zeitmesser, die dynamisch und vielseitig einsetzbar sind. Längst sind Smartwatches mehr als reine Lifestyle-Accessoires und aus dem Onlinehandel nicht mehr wegzudenken.

Die wichtigsten E-Commerce-Trends für Weihnachtsgeschäft

Anja Klemm | 3.11.2022

Trotz schwieriger Zeiten wird der Online-Handel zum Jahresende wieder boomen. Mit diesen Werbe- und Verkaufsstrategien seid Ihr jederzeit vorbereitet.

Die wichtigste Jahreszeit für den Handel steht kurz bevor. Auch diesen Black Friday dürfte es trotz trüber wirtschaftlicher Aussichten wieder Verkaufsrekorde geben. Dabei geht es schon lange nicht mehr um ein singuläres Verkaufs-Event im Weihnachtsgeschäft. Umso wichtiger für Euch, die richtigen Strategien einzusetzen und dem Wettbewerb ein paar Schritte voraus zu sein. Wir zeigen neun Trends und Strategien, die Ihr direkt für Euer Online-Business einsetzen könnt.

neun Trends und Strategien

Mit personalisiertem E-Commerce zum Erfolg

27 Oktober 2022 | businessinsider.de

Wie hebt man sich ab unter den zahlreichen Onlinehändlern? Mit einer persönlichen Note. So klappt der Durchbruch im E-Commerce mit personalisierten Taktiken.

40 Prozent aller Onlinekunden kaufen mehr, wenn das Kundenerlebnis wirklich persönlich gestaltet ist. Das hat eine Studie von Google und BCG ergeben.

Wie aber lässt sich das umsetzen, wenn der E-Commerce von globalen Giganten beherrscht und eingenommen wird? Mit diesen Taktiken, die sich schnell realisieren lassen, verbessern Onlinehändler die Erfahrung für ihre Kunden.

Wenn Kunden zu Daten werden

Wie schafft man es, dass der eigene Onlineshop wirklich vollständig auf die Kundenwünsche abgestimmt ist? Die Lösung liefern detaillierte Daten, die den uneingeschränkten Blick in das Kaufverhalten und die Vorlieben der eigenen Käufer bieten.

Das klappt am besten, indem die Anmeldung für die Kunden auf der Website so einfach wie möglich gestaltet wird. Mit kleinen Anreizen werden Profile schneller angelegt, aus denen dann wichtige Daten gefiltert werden können. Nur so wird das Kauferlebnis für die Kunden am Ende noch besser.

Schluss mit „Liebe alle”

Nichts ist schlimmer als die allgemeine Ansprache. Wer sich im E-Commerce abheben möchte, der muss mit Persönlichkeit glänzen – personalisierte E-Mails, an Kundenwünschen angepasste Produkte sowie Rabatte und Angebote, die eben nicht jeder bekommt. Mit kleinen Kniffen kann hier ganz schnell ein persönliches Einkaufserlebnis geschaffen werden, das bleibt.

Personalisierter E-Commerce „for the Win”

Studien beweisen, dass die persönliche Ansprache im E-Commerce zum Erfolg führt. Mit Taktiken, wie der einfachen Anmeldung im Onlineshop, persönlichen E-Mails oder aber auf den Kunden zugeschnittenen Aktionen, heben sich kleine und mittelgroße Unternehmen schnell von der Masse ab. Gleichzeitig wird die Kundenloyalität geschürt – und natürlich die Conversion Rate gesteigert. Was das für Onlinehändler heißt? Einfach mal den anderen Weg gehen, überraschen und vor allem nahbar bleiben.

Amazon: Bedenkliche Prognose beunruhigt Merchants

von Huileng Tan | 01 Nov 2022 | businessinsider.de

Amazon hat das langsamste Wachstum des Unternehmens im vierten Quartal aller Zeiten prognostiziert – ein Zeichen für die Schwierigkeiten, die dem Einzelhandel vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft bevorstehen.

In seinem Ergebnisbericht für das dritte Quartal erklärte Amazon – der weltgrößte Online-Händler –, dass man für das Weihnachtsquartal einen Umsatz von 140 bis 148 Milliarden US-Dollar erwarte. Diese Prognose liegt deutlich unter den 155,2 Milliarden Dollar, die von Reuters befragte Analysten erwarteten.

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Instagram sperrt Tausende Nutzerkonten

von Daniel Bakir | 31.10.2022 | stern.de

Instagram hat offenbar massive technische Probleme. Viele User können sich nicht einloggen oder berichten, dass sogar ihr Account gesperrt wurde. Instagram arbeitet an einer Lösung. Unangenehme Halloween-Überraschung bei Instagram: Bei dem sozialen Netzwerk kommt es aktuell zu massiven technischen Problemen. Seit dem frühen Nachmittag des 31. Oktober berichten Tausende Nutzer, dass sie sich nicht in ihren Account einloggen können beziehungsweise dass Instagram ihr Konto vorübergehend gesperrt hat.

Wegen der massenhaften Deaktivierungen von Accounts melden einige Nutzer, die noch Zugriff haben, dass sie auf einen Schlag eine beträchtliche Zahl an Followern verloren haben. Das Instagram-Presseteam schreibt auf Twitter: „Uns ist bewusst, dass einige von euch Probleme haben, auf ihren Instagram-Account zuzugreifen. Wir schauen uns das an und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.“ 

Instagram hat weltweit Probleme

Auf Twitter teilen zahlreiche Instagram-Nutzer Screenshots von der schwarzen Seite, auf der sie über eine Sperrung ihres Kontos informiert werden. Auf der Störmeldungsseite „allestörungen.de“ sind innerhalb kürzester Zeit Tausende Meldungen zu Instagram eingelaufen.

Der Support des Instagram-Konzerns Meta schreibt bei alle Störungen ebenfalls, man sei sich des Problems bewusst. Instagram-User könnten aber bald wieder auf ihre Accounts zugreifen. Einige Nutzer schrieben im Netz bereits im Laufe des Nachmittags, sie hätten wieder Zugang zu ihrem Account, andere probierten es immer noch verzweifelt. 

Das Problem ist nicht auf Deutschland beschränkt, sondern besteht offenbar auch in anderen Ländern. So berichtet die britische „DailyMail“ von vielen betroffenen Usern in Großbritannien, das Problem bestehe weltweit. Auch Nutzer aus anderen Ländern melden die Probleme im Netz. Die Ursache des Problems war zunächst unklar.

Am späten Freitagabend deutscher Zeit waren Instagram und auch Facebook schon einmal für zahlreiche Nutzer kurzzeitig down gewesen. Als Grund dafür nannte Meta eine Konfigurationsänderung. Vor knapp einer Woche war zudem der ebenfalls zu Meta gehörende Messenger Whatsapp stundenlang ausgefallen. Das Portal allestörungen.de verzeichnete binnen kürzester Zeit 180.000 Störungsmeldungen.